Parteiloser Bundestagskandidat Fritsch beeindruckt von Digitalisierungsoffensive in Philippsburg

Um etwas über die Gemeinde zu erfahren, besuchte Jonas Fritsch den Philippsburger Bürgermeister Stefan Martus. Zu Philippsburg hatte Fritsch zugegebenermaßen bisher wenig Bezug, abgesehen von den Besuchen im Klabauterland, was noch nicht allzu lange zurückliegt. Auch deshalb war es ihm ein Anliegen hier über aktuelle Themen informiert zu sein. 

Zunächst aber stellte sich der junge Kandidat dem Bürgermeister vor und beantwortete seine Fragen bezüglich seiner Beweg- und Hintergründe und seiner parteilosen Kandidatur in so jungen Jahren. „Ich will die Jugend vertreten und der Zukunft eine Stimme geben. Es gibt viel zu wenig junge Menschen in der Politik und unsere Interessen werden nicht gehört. Das will ich ändern, ohne Parteipolitik oder Lobby Interessen im Nacken. “, so Fritsch. 

Nachdem sich beide Seiten etwas besser kennengelernt hatten, ging es zu den politischen Themen. 

In Philippsburg ist natürlich die Energiewende das erste, was dem 23-Jährigen in den Sinn kam. Fritsch, der sich noch gut an die zwei Kühltürme erinnert, wollte wissen, wie der Umstieg aus der Atomenergie in die Erneuerbaren in Philippsburg gelebt wird. Hier gab Bürgermeister dem jungen Studenten, der sich bereits zu diesem Thema informiert hatte, eine detaillierte Einführung in die gasisolierte Schaltanlage, wie zukünftig der Strom aus dem Norden in den Süden gelangt und die Relevanz Philippsburg, als Knotenpunkt für die Versorgung Baden-Württembergs mit erneuerbarer Energie. 

Zudem erläuterte der Bürgermeister die Situation um die Rücknahme von Atommüll aus Frankreich und warum in den Schulen wohl keine mobilen Luftfilter installiert werden. 

Beeindruckt war der Kandidat auch von der Digitalisierungsoffensive der Stadt, vor allem im Hinblick auf die Schulen. Wirklich moderne Endgeräte für alle Lehrkräfte und Internetzugang in allen Klassenräumen, sei etwas, wonach sich Fritsch selbst zu seinen Schulzeiten gesehnt hat. Obwohl er vor lediglich fünf Jahren mit dem Abitur seine schulische Laufbahn beendete, erzählte er, wie er selbst noch oft den Fernsehwagen samt Röhrenfernseher sowie Overhead-Projektoren von Zimmer zu Zimmer schieben musste. „Das war zwar immer eine gute Gelegenheit, mit Erlaubnis eine kurze extra Pause zu erlangen aber Röhrenfernseher und Overhead-Projektoren gehören eigentlich einer vergangenen Zeit an“ so Fritsch. Martus versicherte, dass diese Gerätschaften, zumindest in Philippsburg, nicht mehr lange zum Inventar gehören werden. 

Nach knapp einer Stunde verabschiedete sich Fritsch wieder und bedankte sich für die Einblicke zur Gemeinde Philippsburg bei Bürgermeister Martus.