Die Zukunft am Start in Reilingen – parteiloser Bundestagskandidat zu Besuch bei Bürgermeister Weisbrod

Bei blauem Himmel und Sonnenschein machte sich der 23-Jährige Fritsch mit dem Rad auf zum Reilinger Rathaus, um sich beim ansässigen Bürgermeister Stefan Weisbrod vorzustellen und sich über die benachbarte Spargelgemeinde zu informieren. Der Weg ist ihm sehr gut bekannt, weil er eine ähnliche Strecke fast täglich zurücklegt, um in das Fitnessstudio seiner Wahl zu gehen. An diesem Morgen ging es für Fritsch jedoch nicht auf die Hantelbank, sondern ins Besprechungszimmer des Bürgermeisters. 

Das lockere Gespräch begann mit einer Vorstellung seitens des jungen Bundestagskandidaten und Weisbrod war sehr daran interessiert, wie er dazu kam, sich in so jungen Jahren und dann auch noch parteilos für den Bundestag aufstellen zu lassen. Fritsch, der auch viele seiner benötigten Unterstützerunterschriften aus Reilingen erhalten hatte, erzählte ihm, dass er abseits von parteipolitischen Interessen und dem Einfluss von Lobbys oder Spendengeldern agieren will. Die jungen Leute seien in der Politik und vor allem dem deutschen Bundestag absolut unterrepräsentiert laut Fritsch. Passend, prägnant und trotzdem aussagekräftig fand Weisbrod auch das Kennwort, Die Zukunft am Start, welches der Hockenheimer, als parteiloser Bewerber anstelle eines Parteinamens ausgesucht hat. „´Die Zukunft´, weil ich für die junge und zukünftige Generation stehe und denjenigen eine Stimme geben will, die bisher überhört worden sind und ´am Start´, weil ich jetzt am Start bin und das auch so eine jugendliche Formulierung ist, die ich im alltäglichen Sprachgebrauch häufig verwende.“, erklärte der Student. 

Anschließend wollte Fritsch natürlich auch etwas über Reilingen wissen und mit welchen Themen sich Weisbrod derzeit befasst. Dieser nannte ihm unter anderem das Anliegen, dass zu viel Bürokratie und Regularien die Arbeit in den Kommunen erschwert und dass man hier einen klaren Fokus legen sollte. Wenn neue Dinge vom Bund beschlossen werden, sollte auch darüber nachgedacht werden, andere Bestimmungen wieder aufzuheben oder zumindest zu überdenken. Fritsch, der sich vor allem auch für die Situation um die Kinder und Jugendlichen interessiert, wollte zudem wissen, wie es um die Situation in den Kindergärten aussieht, der Schulbetrieb während der Lockdown-Zeit gelaufen ist und wie es um die Beschaffung von Luftfilteranlagen oder CO2-Ampeln aussieht. In Bezug auf die Kita- und Kindergartenplätze erläuterte Weisbrod, dass es meist weniger an den Räumlichkeiten hängt als an dem Mangel an Fachkräften und es generell zu wenig Erzieherinnen und Erzieher gibt. Das größte Problem welches Weisbrod während der Schulzeit im Lockdown wahrgenommen hat, war es, die Schüler auch wirklich zuhause zu erreichen und der Bürgermeister erklärte seinem Gast zudem, warum man sich in Reilingen für CO2-Ampeln und gegen Luftfilteranlagen entschieden habe. 

Durch seine regelmäßigen Aufenthalte in Reilingen hat Fritsch natürlich auch die vielen Blauen Plakate und die Thematik um den Glasfaserausbau mitbekommen. Auch hier klärte Weisbrod über den neuesten Stand auf und konnte mitteilen, dass die Deutsche Glasfaser den Ausbau auch tatsächlich in seiner Gemeinde durchführen wird. 

Zuletzt wollte Fritsch noch genaueres über die Baumpatenschaft in der Hockenheimer Straße wissen und findet die Idee wirklich klasse. „Damit rettet man wahrscheinlich nicht die Welt, aber es ist eine tolle Aktion. Jeder kann sich beteiligen und es schafft ein Bewusstsein zu mehr Klima- und Naturschutz. Der beginnt somit nämlich vor der Haustür und so sollte es auch sein.“ appellierte Frisch. 

Nach etwas über einer Stunde im Rathaus bedankte sich Fritsch beim Bürgermeister für die Einblicke und das nette Gespräch und machte sich mit seinem Rad wieder auf den Rückweg in die Nachbargemeinde.