„Zu wenig junge Menschen in der Politik?“ – parteiloser Bewerber in Bruchsaler Innenstadt präsent

Am vergangenen Wochenende war der parteilose Kandidat Jonas Fritsch sowie andere Direktkandidat:innen von Parteien in der Bruchsaler Innenstadt unterwegs. „Wenn die Vertreter:innen von Parteien präsent sind, darf die Zukunft natürlich auch nicht fehlen“ so Fritsch. Mit einem Aufsteller, Stehtisch und einem schützenden Sonnenschirm stand der 23-Jährige vor dem Modehaus Jost, am Anfang Kaiserstraße, Rede und Antwort.

Es ging für Fritsch vor allem darum, sich erst einmal vorzustellen aber auch um über bundespolitische Themen und lokale Anliegen zu diskutieren.

Fritsch gibt keine Flyer oder andere Dinge aus, da er überzeugt ist, dass man so keine Wählerinnen und Wähler überzeugen kann und auch nicht seine eigenen Thesen treu bleibt. „Wenn man den QR-code auf meinem Aufsteller mit seinem Smartphone scannt, kommt man direkt auf meine Webseite, meinem Programm oder meinen Profilen bei den sozialen Medien. Flyer, wie sie andere beim Schlendern einfach in die Hand drücken, landen doch meist direkt im nächsten Mülleimer oder im schlimmsten Fall einfach auf der Straße. Wenn man Digitalisierung und Nachhaltigkeit verspricht, muss man es auch bei der Wahl schon vorleben“, findet der in Schwetzingen zu Welt gekommene Student.

Nichtsdestotrotz, auch diejenigen, die an diesem Vormittag nicht mit ihrem Smartphone unterwegs waren oder ein solches gar nicht besitzen, erhielten in einem Gespräch in seine Themen und Beweggründe bereits in so jungen Jahren für den Bundestag anzutreten.

Den vorbeilaufenden stellte er die Frage, ob Sie nicht auch finden, dass es zu wenig junge Menschen in der Politik gibt. „Das finden eigentlich alle, wenn ich sie darauf anspreche und dann noch hinweise, dass die junge Generation absolut unterrepräsentiert ist im Verhältnis zur Bevölkerung kann man da auch nur zustimmen eigentlich.“ So der Hockenheimer.

Nach ein paar Stunden in der Sonne verabschiedete sich Fritsch wieder aus der Bruchsaler Innenstadt und resümierte: „Zwar laufen echt viele einfach nur vorbei und scheinen nicht interessiert zu sein, aber die wenigen intensiven Gespräche, die man dann doch führt, sind sehr informativ. Die Vorschläge, welche ich als unabhängiger Abgeordneter dann auch wirklich einbringen kann, höre ich mir immer gerne an. Politik sollte ja auch für die Leute auf der Straße gemacht werden und da habe ich ein offenes Ohr.“ Für all jene, die an diesem Tag nicht in der Kaiserstraße waren und sich kein Bild von den anwesenden Kandidatinnen und ihm machen konnten, empfiehlt er vor der Wahl etwas zu recherchieren und die Kandidatinnen und Kandidaten für die Erststimme kennenzulernen. In seinem Fall geht das über seine Kanäle auf den sozialen Medien oder auf seiner Webseite, jonasamstart.de. „Eine informierte Wahl ist eine gute Wahl.“ stellt Fritsch klar und merkte noch an: „wählt nicht einfach was ihr immer schon gewählt habt, so gibt’s keine frischen Impulse und schon gar nicht die nötige Veränderung.“