Themen und Ideen

Mein Programm

Nicht doch lieber das volle Programm?

auf dieser Seite findest du nur Ausschnitte von meinem eigentlichen Programm und eine kurze Zusammenfassung aller Punkte. Ich empfehle dir aber in die PDF zu gucken. Dort warten ausführlichere Erläuterungen zu meinen Punkten und Infoboxen zu Themen, die vielleicht nicht jedem so geläufig sind. 

Klima am Start

1,5-Grad-Ziel und Klimaneutralität muss das Ziel sein

Alle Maßnahmen und Klimaschutzziele müssen sich an ein Paris-kompatibles CO2-Budget halten. Laut Sachverständigenrat für Umweltfragen1 belief sich das ab dem Jahr 2020 noch auf ein Restbudget von 4,2 Gigatonnen2. Wenn man bedenkt, dass wir in Deutschland ca. 0,7 Gigatonnen im Jahr verursachen, haben wir nicht mehr wirklich viel übrig (2021: 3,5 Gt). Was wir also brauchen, ist ein gerechter Plan mit ambitionierten, kurzfristigen Zielen, wie wir die noch zur Verfügung stehenden Emissionen verwenden und so schnell wie möglich Klimaneutralität erreichen. Deshalb müssen diese Ziele und das restliche Budget umgehend gesetzlich verankert werden. Für Pilotphasen, Abwarten und Aussitzpolitik“ ist keine Zeit mehr. Zudem muss Deutschland dazu beitragen und Investitionen tätigen, um CO2 im Ausland einzusparen. Damit kann man einen möglichen Puffer erschaffen und das eigene CO2-Budget noch etwas erhöhen. Denn die Erde ist ein geschlossenes System und wo die Emissionen stattfinden, ist im Endeffekt egal. Ich sehe es als unsere Pflicht, bei Klimazielen eine Vorbildrolle einzunehmen und auch ein Zeichen in Europa und der ganzen Welt zu setzen.

Die Grafik zeigt dir wie wichtig es ist, so schnell wie möglich anzufangen und wie weit wir derzeit von einer Chance entfernt sind, das 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen. Mein vorgeschlagener möglicher Weg beinhaltet zwei Zwischenziele bis zur Klimaneutralität 2035. 

Zeugs

Zeugs

Wenn alle Menschen auf der Erde so leben würden wie wir hier in Deutschland, bräuchten wir ungefähr drei Planeten. Mach den Check, wie viele Erden du bräuchtest auf der Website vom WWF.

CO2 braucht einen angemessenen Preis, Energie darf nicht länger aus fossilen Brennstoffen kommen & Materialkreisläufe müssen geschlossen werden

Allerdings wurde die Zeit für eine langsame Einführung verschlafen und das Limit an Zertifikaten muss anhand des CO2– Budgets festgelegt werden. So etwas gibt es ähnlich auf EU-Ebene. Die entstehenden höheren Kosten müssen natürlich sozialverträglich sein und langfristig ist eine Erweiterung des EU-Emissionshandels auf die Sektoren (Verkehr und Wärme), die jetzt nur bei uns im nationalen System erfasst sind, anzustreben.

Um 2035 klimaneutral zu leben, darf unsere Energie zu Hause, in der Industrie oder auch im Verkehr nicht länger aus nicht-erneuerbaren Brennstoffen kommen. Hierzu müssen die erneuerbaren Energien, wie aus Wind, Wasser oderSolar, schnellstmöglich ausgebaut werden und hohe, bestehende Restriktionen, wie zum Beispiel der Mindestabstandvon einem Kilometer von Wohngebäude zu Windrad, gelockert werden. Die Zukunft benötigt durch fortschreitende Digitalisierung und elektrisch fahrende Autos immer mehr Strom, der muss aber grün sein.

Einwegartikel, die nur eine geringe Lebenszeit haben, sind maximal unnötig und ein Blick in den immer voll scheinenden Mülleimer zeigt: Wir müssen hier ganz stark umdenken und uns nachhaltiger verhalten.

Unsere Mobilität braucht dringen ein Umstyling & Landwirtschaft und Tieren mit Respekt begegnen

Massiver Ausbau des ÖPNV – Vor allem in Regionen wie in unserem Wahlkreis, wo man ohne Auto relativ aufgeschmissen ist, weil die Bahn nur einmal am Tag direkt nach Heidelberg fährt und das natürlich nicht zu deinen Uni-Zeiten (so ging‘s zumindest mir ), muss hier etwas geändert werden. Ich bin überzeugt, wenn bessere Alternativen geschaffen sind, wird das eigene Auto generell immer überflüssiger.

Verträgliches Reisen ermöglichen – Neue Kulturen entdecken, ferne Länder erkunden und Freundschaften auf der ganzen Welt schließen – das ist etwas, das man auch zukünftigen Generationen nicht nehmen kann und kein Privileg für Superreiche werden darf. und dafür brauchen wir Änderungen.

Deutschland = Autoland. Ja, aber anders – Klimaneutralität in 2035 heißt auch, keine Verbrennermotoren mehr. Wir müssen weg von der Idee, das eigene Auto sei das einzige Verkehrsmittel. Autos sind lediglich ein Teil unserer Mobilität und erfüllen den Zweck, uns von A nach B zu befördern. Wir dürfen uns nicht beschränken auf den Gedanken, das Auto einfach möglichst klimaneutral zu bauen.

Landwirtschaft und Tieren mit Respekt begegnen – Niemandem sollte das Schnitzel vom Teller genommen werden, das muss jeder selbst wissen. Pflanzliche Produkte müssen billiger werden als tierische und es bedarf Lösungen wie Ampelsystem oder „Abschreckbilder“ um bewusster entscheiden zu können, ohne groß nachforschen zu müssen.

Seh‘ ich aus wie deine Mutter?! Wieso trinkst du dann meine Milch?

International am Start

EU: die beste Erfindung aller Zeiten, International stabil bleiben & Humanitäre Menschenpolitik betreiben und Geld nicht die Welt regieren lassen

Die Europäische Union ist im Grundgedanken so die beste Institution ever. Länder, die Jahrhunderte lang nur am Streiten waren, arbeiten jetzt gemeinsam als ein Konstrukt. Ich selbst bin EU Fan und feier den europäischen Gedanken. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die noch besser sein könnten. Es laufen noch viel zu viele Themen nicht über die europäische Ebene ab. Wir wollen in der Welt als Union auftreten und leben in einem Europa ohne Grenzen, Zölle und weitestgehend mit einer gemeinsamen Währung, aber machen doch noch zu oft unser eigenes, nationales Ding.

Wir müssen auf der internationalen Ebene unsere europäischen Werte und Prinzipien bewahren und nicht kleinlaut mangelnde Pressefreiheit anprangern oder flüsternd die Einhaltung von Menschenrechten einfordern, damit niemand verärgert wird und weiter das Gas fließt oder unsere Autos verkauft werden. Klar ist, dass der diplomatische Weg immer gesucht werden muss und die Tür immer offen stehen sollte, allerdings müssen wir uns auch klar bekennen und nicht unsere Werte – überspitzt gesagt – verkaufen. Das hat dann zwar auch wirtschaftliche und andere Nachteile, aber da muss man stabil bleiben.

Ich bin absolut lost, wenn ich versuche zu verstehen, wie heute noch Leute in überfüllten Flüchtlingslagern oder auf untauglichen Booten im Mittelmeer sterben, weil sie vor Krieg, Verfolgung oder aussichtslosen Lebensverhältnissen fliehen müssen und Eltern nicht wissen, wo ihre Kinder sind. Zeitgleich lehne ich mir hier entspannt zurück und zerbreche mir den Kopf, wo denn mein Amazon-Paket bleibt. Es muss kurzfristig geholfen werden, aber vor allem müssen die Fluchtursachen strukturell bekämpft werden. Die, die es meist am schlimmsten trifft, die Kinder, können am wenigsten dafür. Als reiches Land muss Deutschland seinen Beitrag für eine bessere Welt leisten und auch die CO2-Neutralität in anderen Teilen der Welt finanziell und mit know-how unterstützen. Die Welt ist ein System, die Menschheit funktioniert am besten als Team und globale Krisen meistert man auch nur global

Wirtschaft und Gesundheit am Start

Nach der Krise ist vor der Krise & Niemanden vergessen

Nach Corona darf nicht einfach allem und jedem geholfen werden. Industrien und Firmen, die kein ausreichendes Zukunftspotential haben, sollten nicht unnötig länger über Wasser gehalten werden. Hier müssen wir uns an die ambitionierten Klimaziele richten. Investitionen in diese Richtung werden auch wieder neue Arbeitsplätze schaffen. Das ist ein harter Cut und wird viele Menschen und Familien zunächst hart treffen. Hier muss der Staat unterstützen und systembedingte Nachteile ausgleichen. Der Neustart ist aber eigentlich die perfekte Möglichkeit jetzt wirklich eine neue Richtung einzuschlagen.

Unser Gesundheitssystem und alle Anderen, die den Laden über Wasser gehalten haben, dürfen jetzt nicht wieder in Vergessenheit geraten. Einmalzahlungen und Applaus reichen hier nicht aus. Wir müssen generell Konzepte weiterentwickeln, da die Corona-Pandemie möglicherweise nicht die letzte Herausforderung war, die uns zwingt, unseren gewohnten Lebensstil schlagartig umzustellen.
Generell dürfen wir die Helden der Corona-Zeit nicht aus den Augen verlieren. Auch die Leistungen außerhalb des Arbeitsplatzes müssen honoriert und Angebote geschaffen werden, damit es keine „Verlierer:innen“ durch das Virus gibt.

Digitalisierung und Bildung am Start

Digitalisierung im Alltag und Verwaltung, Schule zeitgemäß umgestalten & Studium finanziell erleichtern

Wir brauchen generell viel mehr digitale Lösungen, die sicher und unkompliziert funktionieren. Hier braucht es digital natives im Bundestag. Oftmals wird zu sehr darüber nachgedacht, wo die Fehler liegen, statt die viel gravierenderen Vorteile zu erkennen und zu nutzen. Wir können nicht länger sagen: „Wir stoppen die Zukunft, weil einige noch nicht damit zurechtkommen.“

Wir sind im Bildungswesen einfach Jahrzehnte hintendran. Ich bin jetzt ca. fünf Jahre aus der Schule und damals fühlte es sich schon an, als wäre man im Mittelalter, weil Präsentationen an einem Overhead- Projektor gehalten werden, der Röhrenfernseher, den gefühlt die wenigsten Lehrer:innen bedienen können, aus dem Abstellraum geholt werden muss und der Computerraum einem Museum gleicht. Hier dürfen wir nach Corona nicht aufhören zu investieren, denn es muss echt was gemacht werden.
Zudem brauchen wir endlich deutschlandweite Abschlussprüfungen.

Alle sollten die Möglichkeit haben, ein Studium oder eine Ausbildung in einer anderen Stadt, unabhängig vom Einkommen der Eltern, zu machen, denn selbst wenn es durch die Familie finanziert werden könnte, will man doch niemandem auf der Tasche liegen müssen. Durch die derzeitigen BAföG-Regelungen haben die Meisten gar keinen Anspruch auf die staatliche Förderung und müssen neben dem Studium bis zu 20 Stunden arbeiten. Hier braucht es eine Reform. Studierende, die sich das Studium selbst finanzieren müssen oder wollen und dafür nebenbei arbeiten, sollten das dann auch aus eigener Kraft tun können und eine Unterstützung vom Staat erhalten.

Solidarität, Fairness und Chancengleichheit am Start

Kinder und Jugendliche sehen, Steuern müssen die Krisen bezahlen, und zwar heute schon & Diskriminierung am Arbeitsmarkt und durch Sprache bekämpfen

Mit der Hauptgrund, warum ich in den Bundestag möchte, ist es, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen endlich eine Stimme zu geben. Nicht nur die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass als letztes immer an uns gedacht wird. Unis waren unter den ersten Institutionen, die geschlossen wurden und werden wohl die letzten sein, die wieder geöffnet werden. Kinder sitzen, wenn sie denn das Glück haben daheim etwas machen zu können, den ganzen Tag vor einem Bildschirm, anstatt draußen oder auf dem Schulhof Quatsch zu machen. Ich will gar nicht sagen, dass es falsch war, ich möchte nur klarstellen, dass die Pandemie vor allem auch von den Jungen und Jüngsten gestemmt wurde und wird. Die Frage ist nun, wer ist solidarisch mit den Solidarischen? Wenn sich die geimpfte Gertrud erstmal ne große Kreuzfahrt zur Lockdown-Erholung gönnt, während Drittsemester Yeliz noch in der unerforschten Uni-Umgebung daheim am Laptop den Vorlesungen lauscht, ist dann nicht mehr so cool.

Die generelle Frage ist: Wer bezahlt den ganzen Spaß? Und die Antwort ist eigentlich ganz einfach: alle zu fairen Teilen. Es kann nicht sein, dass zur Zündung der Wirtschaft weitere Schulden gemacht werden, die dann die junge Generation wieder abbezahlen muss, während man zeitgleich mit den möglichen Folgen des Klimawandels zu tun hat. Die Pläne, die es braucht, setzen natürlich voraus, dass massive Investitionen getätigt werden. Hierzu muss das Geld ja auch irgendwo herkommen. Abgesehen von CO2-Bepreisungen und anderen Einnahmen, die durch die nötigen Änderungen entstehen würden, muss das aus Steuergeldern kommen. Generell werden wir alle etwas mehr Steuern zahlen müssen, da wird kein Weg dran vorbeiführen. So ehrlich muss man sein… und das bin ich.

In einer modernen Gesellschaft, als die wir uns hier sehen in Deutschland, kann es nicht sein, dass mein Geschlecht oder meine Herkunft eine Andersbehandlung nach sich zieht. Da das aber leider in der Realität nur Wunschdenken ist, muss hier gehandelt werden. Es sollten in allen Schulen, Unis und anderen öffentlichen Einrichtungen Damen-Hygieneprodukte kostenfrei zur Verfügung stehen. Zudem muss die Gender-Pay-Gap endlich effektiv geschlossen werden. Um eine bessere Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt zu gewährleisten und der strukturellen Diskriminierung zumindest etwas entgegenzuwirken, sollten Bewerbungen verpflichtend anonym und ohne Bild und Angaben zu Geschlecht und Herkunft eingereicht werden müssen.Außerdem sollte das Gendern von der Grundschule an deutschlandweit einheitlich (also z.B. entweder mit Doppelpunkt oder Sternchen) gelehrt und so in unserem Sprachgebrauch fest etabliert werden. Alle sollten sich auch in unserer Sprache wiederfinden können.

„Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“

– Onkel von Spiderman (Autor: Stan Lee)

Noch verschiedene Anliegen am Start

Kirchliche Feiertage abschaffen und ersetzen & Junge Leute selbst entscheiden lassen

Wie kann es sein, dass in einem Land, in dem Religionsfreiheit herrscht und alle willkommen sein soll, eine einzige Glaubensrichtung der Grund ist, warum an einem Tag gearbeitet wird oder nicht? Zwar regeln die Feiertagsgesetze die Feiertage in den Bundesländern, dennoch sollte es eine einheitliche Lösung für ganz Deutschland geben. In unserer Gesellschaft werden Anhänger:innen des christlichen Glaubens klar bevorzugt, da sie sozusagen für die Ausübung ihrer Religion generell frei bekommen, andere sich dafür extra einen Tag Urlaub nehmen müssen und Leute ohne Religion random einen freien Tag haben. Die durchschnittliche Anzahl, die jedes Bundesland aufgrund von religiösen Festtagen als gesetzlichen Feiertag derzeit etabliert hat, sollte genommen werden und für ganz Deutschland neu verteilt werden.

Das Wahlalter bei jeglichen Wahlen sollte auf 16 Jahre herabgesetzt werden. So hätten mehr junge Menschen ein Mitbestimmungsrecht über ihre eigene Zukunft. Heutzutage haben 16-Jährige bereits die nötige persönliche Reife und sind sich ihrer Verantwortung und Tragweite bei einer Wahl durchaus bewusst. Alter hat nichts mit politischem Interesse oder Wissen zu tun und junge Menschen können komplexe und moderne Probleme und deren Tragweite meist sogar besser verstehen. Bestes Beispiel: Klimawandel.

Bist du am Start?

Schlusswort

Cool erstmal, dass du bis zum Schluss gelesen hast. Ich hoffe, ich habe dir etwas näherbringen können, welche politischen Ansichten ich habe und für welche Themen ich mich im kommenden Bundestag einsetzen werde. Vielleicht hast du dir bei manchen Dingen so etwas ähnliches gedacht wie: “Das kann man doch nicht machen!“ Ich frage dich aber: „Why not?“ Man sollte sich selbst bewusst machen, ob es eine Frage des Könnens oder des Wollens ist, und meistens ist es dann doch Letzteres. Die großen Herausforderungen unserer Zeit können noch bewältigt werden. Es benötigt allerdings einige gemeinsame Kraftanstrengungen sowie unkonventionelle, pragmatische und zukunftsorientierte Lösungen. Für all das stehe ich. Wenn dich meine Programminhalte, meine Ansichten und Themen ansprechen und du „Die Zukunft am Start“ haben möchtest, würde ich mich extrem über deine Erststimme am 26. September freuen, also:
Bist du am Start?