Parteiloser Kandidat Fritsch informiert sich über Gastronomie Branche - WALZWERK Cafe setzt auf Nachhaltigkeit bei To-Go-Bechern

Der parteilose Bewerber für das Direktmandat im Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen, Jonas Fritsch, kommt selbst gerne mal mit seinen Freunden an den Schlossplatz, um gemeinsam etwas zu trinken und einfach eine gute Zeit zu haben. Um im Vorfeld der Wahl einen besseren Eindruck von lokalen Anliegen und Problemen zu bekommen, besucht er auch lokale Unternehmen und Vereine. 

„Am besten lernt man, wenn man es mit den eigenen Augen sieht oder aus erster Hand erzählt bekommt und mit der Gastronomie hatte ich, außer als Gast, bisher keine Berührungspunkte “ so der 23-Jährige. Was bietet sich also besser an, als bei einem selbst beliebten Lokal nachzufragen, dachte sich Fritsch und traf sich aus diesem Grund mit einem der Inhaber des WALZWERK Cafes am Schlossplatz, Ali Ghawami. 

Der Gastronom erzählte dem jungen Hockenheimer unter Anderem, dass die Lockdown-Zeit im vergangen und Frühjahr dieses Jahrs einiges durcheinandergewirbelt hat. So war zum Beispiel geplant, wieder eine Eisbahn im Außenbereich aufzubauen, welche lediglich in letzter Sekunde storniert werden konnte. Abgesehen von den entgangenen Umsätzen merkte Ghawami an, dass es vor allem für die vielen jungen Mitarbeiter, meist Studenten, keine wirklichen Hilfen gab und er bereits befürchtete, seine Mitarbeiter zu verlieren, weil sie sich in anderen Branchen nach einem neuen Job umschauten. Auch deshalb entschloss man sich im WALZWERK Cafe, Bestellung auch auszuliefern und so die Belegschaft zumindest etwas zu beschäftigen. Fritsch, der sich neben Digitalisierung vor allem für den Klimaschutz einsetzten möchte war erfreut, dass hier vor allem auf das Verkehrsmittel Rad gesetzt wurde und Ghawami erzählte, dass mit der Zeit sogar immer mehr Nachfrage entstand, sodass der Umkreis immer größer wurde. Auf Nachhaltigkeit setzt das WALZWERK Cafe aber auch in anderer Hinsicht. Dort gibt es nämlich keine herkömmlichen To-go-Becher, die vor allem auch die Mülltonnen am Schlossplatz überquellen lassen, sondern hier vertraut man auf das bekannte Konzept Pfand. Durch eine Art Franchise-Vertrag, nutzt das WALZWERK die Becher eines Anbieters, welche 100% recycelbar und spülmaschinenfest sind. Kunden zahlen nur eine geringe Pfand-Gebühr, welchen man bei Rückgabe des Bechers im WALZWERK Cafe oder einem anderen teilnehmenden Restaurant wieder erstattet bekommt. 

„Das ist eine echt großartige Sache, wenn immer mehr Cafes und Restaurants teilnehmen, wird die Hürde des Zurückbringens auch immer kleiner. Es muss eben nur der Anfang endlich mal gemacht werden. Das gilt für die Umweltpolitik aber eigentlich generell.“ merkte Fritsch an. 

Lobende Worte fand der junge Kandidat auch mit Blick auf die Speisekarte. Denn er selbst hat immer Schwierigkeiten etwas passendes zu finden, wenn er mit seinem Freundeskreis unterwegs ist. Da er sich selbst vegan ernährt, bleibt oftmals nur der beilagen Salat mit Essig und Öl, schilderte der in Schwetzingen geborene Student. Ghawami versicherte, dass egal ob vegetarisch oder vegan, man für jede Ernährungsform in der Küche etwas zaubern könne. 

Zum Abschluss bedankte sich der angehende Politiker für die Einblicke und versicherte, dass er schon bald wieder vorbeikommen würde, dann aber wieder wie gewohnt in der Rolle als normaler Gast.